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Glossar zu Uganda

Bwindi-Nationalpark

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Kurz erklärt: Der Bwindi-Nationalpark (Bwindi Impenetrable National Park) ist ein rund 321 km² großer Bergregenwald im Südwesten Ugandas und seit 1994 UNESCO-Weltnaturerbe. Er beherbergt etwa die Hälfte aller noch lebenden Berggorillas weltweit – rund 460 Tiere – und gilt als eines der artenreichsten Waldgebiete Ostafrikas.

Was ist der Bwindi-Nationalpark?

Der Bwindi-Nationalpark liegt im äußersten Südwesten Ugandas, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, auf Höhen zwischen etwa 1.190 und 2.600 Metern. Sein englischer Name „Bwindi Impenetrable National Park" – übersetzt „undurchdringlicher Wald" – beschreibt den dichten, uralten Bergregenwald treffend: Teile des Waldes sind über 25.000 Jahre alt und blieben selbst während der Eiszeiten bewaldet. 1991 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt, 1994 folgte die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes.

Weltberühmt ist Bwindi als Heimat der Berggorillas: Rund 460 Tiere leben hier – etwa die Hälfte des weltweiten Bestands von gut 1.000 Individuen. Daneben zählt der Park über 120 Säugetierarten, rund 350 Vogelarten und etwa 200 Schmetterlingsarten. Für Uganda ist der Park ökologisch wie wirtschaftlich von enormer Bedeutung – der Gorilla-Tourismus gehört zu den wichtigsten Devisenquellen des Landes.

Wie funktioniert der Schutz der Berggorillas?

Das Erfolgsrezept von Bwindi ist die Verbindung von strengem Naturschutz mit spürbarem Nutzen für die Bevölkerung. Die Uganda Wildlife Authority verwaltet den Park, Ranger patrouillieren täglich gegen Wilderei und Schlingfallen. Kern des Modells ist das streng regulierte Gorilla-Trekking: Nur wenige, an Menschen gewöhnte („habituierte") Gorillagruppen dürfen besucht werden, pro Gruppe maximal acht Besucher für eine Stunde am Tag. Ein Trekking-Permit kostet für internationale Gäste mehrere Hundert US-Dollar – ein Teil dieser Einnahmen fließt direkt an die umliegenden Gemeinden, etwa für Schulen, Gesundheitsstationen und Wasserprojekte.

Dieses Modell zeigt Wirkung: Während Berggorillas jahrzehntelang vom Aussterben bedroht waren, wächst ihr Bestand seit Jahren wieder – ein seltener Erfolg im internationalen Artenschutz. Er zeigt, dass Naturschutz dann gelingt, wenn die Menschen vor Ort einen echten Anteil daran haben.

So ordnen wir das bei Get It Done ein

Der Bwindi-Nationalpark liegt im äußersten Südwesten Ugandas und damit fast einen ganzen Tag Reise von unserem Projekt entfernt. Unsere Ganztagesschule mit Waisenheim für über 270 Kinder steht in Bwembe direkt am Viktoriasee, im Zentrum des Landes – wir arbeiten also nicht in oder am Park. Trotzdem erleben wir täglich dieselbe Grundidee, die Bwindi so erfolgreich macht: dass Hilfe nur trägt, wenn sie den Menschen vor Ort einen bleibenden Nutzen bringt. Auf unseren eigenen Feldern bauen wir Mais, Süßkartoffeln, Bananen und Kohl aus eigener Anzucht an, statt Lebensmittel dauerhaft zuzukaufen – nachhaltige Entwicklung statt kurzfristiger Überbrückung.

Beispiele, wie der Park wirkt

  • Gorilla-Trekking finanziert Ranger-Gehälter, Naturschutzmaßnahmen und feste Arbeitsplätze für Menschen aus der Region.
  • Über die Einnahmenteilung entstehen in den Nachbardörfern Schulen, Gesundheitsstationen und Wasserprojekte.
  • Lokale Genossenschaften verkaufen Kunsthandwerk und Verpflegung an Besucher und schaffen so zusätzliche Einkommen.

Bwindi-Nationalpark auf einen Blick

Aspekt Kurzbeschreibung Relevanz
Berggorillas Rund 460 Tiere – etwa die Hälfte des Weltbestands Sehr hoch
UNESCO-Weltnaturerbe Seit 1994 wegen außergewöhnlicher Artenvielfalt Hoch
Gorilla-Trekking Streng regulierter Ökotourismus als Haupteinnahmequelle Hoch
Einnahmenteilung Teil der Permit-Erlöse fließt an die Gemeinden Wichtig
Ranger-Patrouillen Täglicher Schutz vor Wilderei und Schlingfallen Essentiell

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Frage Antwort
Wo liegt der Bwindi-Nationalpark? Im äußersten Südwesten Ugandas, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, auf 1.190 bis 2.600 Metern Höhe.
Wie viele Berggorillas leben im Bwindi-Nationalpark? Etwa 460 Tiere – rund die Hälfte des weltweiten Bestands von gut 1.000 Berggorillas.
Warum ist Bwindi UNESCO-Weltnaturerbe? Wegen seines uralten Bergregenwaldes und seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt; die Aufnahme erfolgte 1994.
Kann man den Bwindi-Nationalpark besuchen? Ja, mit einem Permit ist geführtes Gorilla-Trekking möglich – pro Gorillagruppe maximal acht Besucher für eine Stunde pro Tag.
Wie profitieren die Menschen vor Ort vom Park? Durch Arbeitsplätze im Tourismus und einen Anteil der Trekking-Einnahmen, der in Schulen, Gesundheit und Wasserversorgung fließt.
Was bedeutet der Name „Bwindi"? Der englische Zusatz „Impenetrable" bedeutet „undurchdringlich" und beschreibt den dichten, schwer zugänglichen Bergregenwald.

Nachhaltige Hilfe, die vor Ort bleibt

Wie Bwindi zeigt: Entwicklung gelingt, wenn sie den Menschen vor Ort dient. Genau daran arbeiten wir mit unserer Ganztagesschule und dem Waisenheim am Viktoriasee.

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