Queen-Elizabeth-Nationalpark
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Kurz erklärt: Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist mit rund 1.978 km² der meistbesuchte Nationalpark Ugandas. Er liegt im Südwesten des Landes am Äquator und ist berühmt für seine baumkletternden Löwen, den tierreichen Kazinga-Kanal und über 600 Vogelarten.
Was ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark?
Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist das bekannteste Schutzgebiet Ugandas und zugleich eines der artenreichsten Afrikas. Er wurde 1952 zunächst als Kazinga-Nationalpark gegründet und 1954 nach dem Besuch von Königin Elisabeth II. umbenannt. Auf knapp 1.978 Quadratkilometern erstreckt er sich im Südwesten des Landes zwischen dem Eduardsee und dem Georgsee, direkt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo – der Äquator verläuft mitten durch den Park.
Die Landschaft ist ungewöhnlich abwechslungsreich: offene Savanne, Feuchtgebiete, Regenwaldstücke, rund 70 Kraterseen vulkanischen Ursprungs und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel des Rwenzori-Gebirges. Diese Vielfalt macht den Park zum Lebensraum für etwa 95 Säugetierarten und mehr als 600 Vogelarten – einer der höchsten Werte aller Schutzgebiete Afrikas.
Tierwelt: Baumlöwen, Kazinga-Kanal und Schimpansen
Weltberühmt ist der Park für zwei Besonderheiten. Erstens die baumkletternden Löwen im südlichen Ishasha-Sektor: Sie dösen tagsüber in den Ästen großer Feigenbäume – ein Verhalten, das Löwen sonst fast nirgends zeigen. Zweitens der Kazinga-Kanal, ein 32 Kilometer langer natürlicher Wasserlauf zwischen Georgsee und Eduardsee. An seinen Ufern drängen sich eine der größten Flusspferd-Populationen der Welt, dazu Elefanten, Büffel, Nilkrokodile und unzählige Wasservögel – die Vogelwelt Ugandas zeigt sich hier auf engstem Raum.
In der Kyambura-Schlucht, einem bewaldeten Grabeneinschnitt am Ostrand des Parks, lebt zudem eine kleine, isolierte Gruppe von Schimpansen, die bei geführten Wanderungen besucht werden kann. Häufigstes Tier der Savanne ist der Uganda-Kob, eine Antilopenart, die auch das Wappen Ugandas ziert.
Bedeutung für Uganda und die Region
Der Park wird von der staatlichen Uganda Wildlife Authority (UWA) verwaltet. Ranger überwachen die Schutzbestimmungen, gehen gegen Wilderei vor und begleiten Besucher. Als meistbesuchter Nationalpark des Landes ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Safaris, Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal und Lodges schaffen Arbeitsplätze in einer sonst landwirtschaftlich geprägten Region rund um die Stadt Kasese. Ein Teil der Eintrittsgelder fließt per Gesetz an die umliegenden Gemeinden – etwa in Schulen, Gesundheitsstationen und Wege. Innerhalb der Parkgrenzen liegen zudem mehrere Fischerdörfer, deren Bewohner seit Generationen am Eduardsee leben; ihr Alltag zwischen Naturschutz und Lebensunterhalt zeigt, wie eng beides in Uganda verflochten ist.
Zahlen und Fakten im Überblick
| Aspekt | Fakten |
|---|---|
| Gründung | 1952 als Kazinga-Nationalpark, 1954 umbenannt nach Queen Elizabeth II. |
| Fläche | ca. 1.978 km² im Südwesten Ugandas, am Äquator |
| Lage | Zwischen Eduardsee und Georgsee, an der Grenze zur DR Kongo, nahe Kasese |
| Tierwelt | ca. 95 Säugetierarten, über 600 Vogelarten, große Flusspferd- und Elefantenbestände |
| Besonderheiten | Baumkletternde Löwen (Ishasha), Kazinga-Kanal, ca. 70 Kraterseen, Schimpansen in der Kyambura-Schlucht |
| Verwaltung | Uganda Wildlife Authority (UWA); Teil der Einnahmen geht an umliegende Gemeinden |
Einordnung aus unserer Arbeit
Ehrlich gesagt: Unsere eigene Arbeit spielt sich am anderen Ende des Landes ab – die Ganztagesschule und das Waisenheim von Get It Done liegen in Bwembe direkt am Viktoriasee im Osten Ugandas, viele Fahrtstunden vom Queen-Elizabeth-Nationalpark entfernt. Für das Verständnis des Landes ist der Park trotzdem wichtig: Er zeigt, welche enorme Naturvielfalt Uganda besitzt und warum der Tourismus neben Landwirtschaft und Fischerei zu den wichtigsten Einnahmequellen des Landes gehört.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wo liegt der Queen-Elizabeth-Nationalpark? | Im Südwesten Ugandas am Äquator, zwischen Eduardsee und Georgsee an der Grenze zur DR Kongo. Die nächstgrößere Stadt ist Kasese, von Kampala sind es rund 400 km. |
| Wofür ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark berühmt? | Vor allem für die baumkletternden Löwen im Ishasha-Sektor und die Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal mit Hunderten Flusspferden – beides gibt es in dieser Form kaum irgendwo sonst. |
| Welche Tiere kann man im Park sehen? | Elefanten, Löwen, Leoparden, Büffel, Flusspferde, Uganda-Kobs, Schimpansen in der Kyambura-Schlucht sowie über 600 Vogelarten. |
| Gibt es Gorillas im Queen-Elizabeth-Nationalpark? | Nein. Berggorillas leben im Bwindi-Nationalpark weiter südlich; der Queen-Elizabeth-Park ist aber ein häufiger Zwischenstopp auf dem Weg dorthin. |
| Wie groß ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark? | Rund 1.978 Quadratkilometer – etwa achtmal so groß wie der Bodensee. Er ist damit der zweitgrößte Nationalpark Ugandas nach Murchison Falls. |
| Warum heißt der Park Queen Elizabeth? | Er wurde 1954 nach dem Uganda-Besuch der britischen Königin Elisabeth II. umbenannt; gegründet wurde er 1952 als Kazinga-Nationalpark. |
Lesetipps
Uganda ist mehr als Safari
Während Besucher im Westen des Landes Löwen und Flusspferde bestaunen, wachsen am Viktoriasee im Osten über 270 Kinder in unserer Ganztagesschule in Bwembe auf. Wer mag, schaut sich an, was dort entsteht.
Unsere Schule am Viktoriasee entdecken