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Glossar zu Uganda

Kibale-Nationalpark

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Kurz erklärt: Der Kibale-Nationalpark ist ein rund 795 km² großer Regenwald-Nationalpark im Westen Ugandas, nahe der Stadt Fort Portal. Er gilt als „Hauptstadt der Primaten": 13 Primatenarten leben hier, darunter etwa 1.500 Schimpansen. Für Uganda ist der Park ein wichtiger Motor für Ökotourismus, Forschung und Klimaschutz.

Was ist der Kibale-Nationalpark?

Der Kibale-Nationalpark liegt im Westen Ugandas, etwa 25 Kilometer südöstlich von Fort Portal in der Region Toro. Das Gebiet wurde 1932 zunächst als Waldreservat ausgewiesen und 1993 zum Nationalpark erklärt. Auf rund 795 Quadratkilometern schützt er einen der letzten großen zusammenhängenden Regenwälder Ostafrikas – ein Mosaik aus tropischem Tiefland- und Bergregenwald in 1.100 bis knapp 1.600 Metern Höhe.

Berühmt ist Kibale vor allem für seine Schimpansen: Mit geschätzt 1.500 Tieren beherbergt der Park eine der größten Populationen Afrikas. Insgesamt leben hier 13 Primatenarten – mehr als in fast jedem anderen Schutzgebiet des Kontinents –, darunter Rote Stummelaffen, Diademmeerkatzen und die seltenen Uganda-Mangaben. Dazu kommen über 370 Vogelarten, Waldelefanten und mehr als 350 Baumarten. Diese Artenvielfalt macht den Park zu einem Hotspot für Forschung und Naturtourismus.

Wie der Park geschützt und verwaltet wird

Verwaltet wird Kibale von der staatlichen Uganda Wildlife Authority, unterstützt durch Forschungseinrichtungen und Naturschutzorganisationen. Ranger überwachen Flora und Fauna, gehen gegen Wilderei vor und begleiten Besucher auf geführten Wanderungen. Ein zentraler Baustein ist die Einbindung der Nachbargemeinden: Ein Teil der Tourismuseinnahmen fließt in lokale Projekte, und Programme helfen dabei, Konflikte zwischen Mensch und Tier – etwa wenn Elefanten oder Affen Felder plündern – zu entschärfen. Der bekannte Bigodi-Sumpf am Parkrand wird von der Gemeinde selbst als Ökotourismus-Projekt betrieben und finanziert damit Schulen und Infrastruktur mit.

Wofür der Kibale-Nationalpark steht

  • Schimpansen-Tracking und Forschung: Kibale ist ein weltweit führender Standort für die Langzeitbeobachtung wild lebender Schimpansen.
  • Umweltbildung in umliegenden Schulen stärkt bei Kindern das Bewusstsein für den Wert des Waldes.
  • Gemeindebasierter Ökotourismus – etwa im Bigodi-Sumpf – schafft Einkommen direkt vor Ort und macht Naturschutz für Familien lohnend.

Kibale-Nationalpark auf einen Blick

Aspekt Kurzbeschreibung Relevanz
Lage & Größe Westen Ugandas bei Fort Portal, rund 795 km² Einer der letzten großen Tropenwälder des Landes
Primaten 13 Arten, darunter rund 1.500 Schimpansen Höchste Primatendichte Ostafrikas, zentral für Forschung
Tourismus Schimpansen-Tracking und geführte Waldwanderungen Wichtige Einkommensquelle für Region und Land
Gemeindebeteiligung Einnahmenteilung und Projekte wie der Bigodi-Sumpf Erhöht Akzeptanz und langfristigen Schutzerfolg
Umweltbildung Programme für Schulen und Gemeinden am Parkrand Sichert den Wald über künftige Generationen

So ordnen wir das als Verein ein

Unsere Arbeit bei Get It Done spielt sich rund 300 Kilometer entfernt am Viktoriasee ab, wo wir in Bwembe eine Ganztagesschule und ein Waisenheim für über 270 Kinder betreiben. Der Kibale-Nationalpark liegt also nicht in unserem direkten Wirkungskreis. Was uns aber verbindet, ist die Erfahrung, dass Naturschutz und Bildung zusammengehören: Auf unserem Gelände bauen wir mit eigenen Feldern und einer eigenen Anzucht selbst Nahrung an und geben den Kindern ein Gefühl dafür, wie wertvoll und wie verletzlich Ugandas natürliche Ressourcen sind. Parks wie Kibale zeigen im Großen, was wir im Kleinen erleben – dass ein sorgsamer Umgang mit der Natur Lebensgrundlagen sichert.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Frage Antwort
Wo liegt der Kibale-Nationalpark? Im Westen Ugandas, nahe der Stadt Fort Portal, rund 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala.
Wie groß ist der Kibale-Nationalpark? Der Park umfasst etwa 795 Quadratkilometer tropischen Regenwald und angrenzende Landschaften.
Welche Tiere leben im Kibale-Nationalpark? Vor allem Schimpansen (rund 1.500 Tiere) sowie 12 weitere Primatenarten, dazu Waldelefanten, Büffel und über 370 Vogelarten.
Kann man im Kibale-Nationalpark Schimpansen sehen? Ja, der Park zählt zu den weltweit besten Orten für geführtes Schimpansen-Tracking mit sehr hoher Sichtungswahrscheinlichkeit.
Wie unterstützt der Park die lokale Bevölkerung? Über geteilte Tourismuseinnahmen, Arbeitsplätze als Ranger oder Guides und gemeindegeführte Projekte wie den Bigodi-Sumpf.
Warum ist der Kibale-Nationalpark für Uganda wichtig? Er bewahrt Biodiversität und Wasserhaushalt, ist Forschungsstandort und ein starker Anziehungspunkt für den Naturtourismus.

Lernen Sie unser Uganda kennen

Ugandas Natur ist beeindruckend – und ihre Menschen sind es genauso. Erfahren Sie, wie wir am Viktoriasee über 270 Kindern ein Zuhause und Bildung geben.

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