Lake-Mburo-Nationalpark
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Kurz erklärt: Der Lake-Mburo-Nationalpark ist mit rund 370 km² der kleinste Savannen-Nationalpark Ugandas. Er liegt im Westen des Landes zwischen Masaka und Mbarara und ist bekannt für seine Zebras, Impalas und den namensgebenden Mburo-See. Weil er direkt an der Hauptstraße von Kampala in den Südwesten liegt, ist er der am leichtesten erreichbare Nationalpark Ugandas.
Was ist der Lake-Mburo-Nationalpark?
Der Lake-Mburo-Nationalpark ist eines von zehn Nationalpark-Schutzgebieten Ugandas und wurde 1983 offiziell zum Nationalpark erklärt. Mit etwa 370 km² ist er deutlich kleiner als der Murchison-Falls-Nationalpark (fast 3.900 km²) oder der Queen-Elizabeth-Nationalpark – dafür liegt er nur rund 240 Kilometer westlich von Kampala, etwa dreieinhalb bis vier Autostunden entfernt. Das macht ihn zum beliebten ersten oder letzten Stopp auf Safari-Routen durch den Westen Ugandas.
Der Park besteht aus offener Akaziensavanne, Feuchtgebieten und fünf Seen, von denen der Mburo-See der größte ist. Er liegt im traditionellen Weidegebiet der Banyankole, deren langhörnige Ankole-Rinder bis heute das Landschaftsbild der Region prägen. Genau daraus entstand auch die besondere Geschichte des Parks: Bei seiner Gründung wurden ansässige Hirtenfamilien umgesiedelt, was jahrelang zu Konflikten führte. Heute setzt die ugandische Naturschutzbehörde (Uganda Wildlife Authority) stark auf Gemeindebeteiligung – ein Teil der Parkeinnahmen fließt an die umliegenden Dörfer.
Tierwelt: Zebras, Impalas und über 300 Vogelarten
Der Lake-Mburo-Nationalpark ist der einzige Park im Westen Ugandas, in dem Zebras leben – geschätzt mehrere Tausend Steppenzebras. Auch Impalas gibt es landesweit fast nur hier; die Hauptstadt Kampala trägt ihren Namen übrigens nach dieser Antilopenart. Dazu kommen Elenantilopen (die größten Antilopen Afrikas), Büffel, Warzenschweine, Flusspferde und Krokodile in den Seen sowie seit 2015 wieder Giraffen, die aus dem Murchison-Falls-Nationalpark umgesiedelt wurden. Löwen und Elefanten fehlen dagegen – deshalb sind hier Aktivitäten möglich, die es in anderen Parks nicht gibt: geführte Wandersafaris, Reitsafaris und Fahrradtouren.
Für Vogelfreunde zählt der Park mit über 300 Arten zu den lohnendsten Zielen des Landes – vom Graufischer bis zum seltenen Schuhschnabel in den Papyrussümpfen. Mehr dazu im Glossar-Artikel zur Vogelwelt Ugandas.
Bedeutung für Menschen und Region
Wie alle Nationalparks Ugandas erfüllt Lake Mburo eine doppelte Aufgabe: Er schützt Lebensräume und schafft zugleich Einkommen. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Devisenquellen der ugandischen Wirtschaft, und 20 Prozent der Parkeintrittsgelder gehen per Gesetz an die Nachbargemeinden – etwa für Schulen, Gesundheitsstationen und Wasserprojekte. Ranger, Guides und Lodge-Personal stammen überwiegend aus der Region. Gleichzeitig bleibt das Miteinander von Naturschutz und Viehwirtschaft ein Balanceakt: In Trockenzeiten treiben Hirten ihre Rinder bis an die Parkgrenzen, und die Fischerei im Mburo-See wird über Quoten geregelt.
Einordnung: Der Park und unsere Arbeit
Unser Verein Get It Done arbeitet nicht im Westen Ugandas, sondern am anderen Ende des Landes: Unsere Ganztagesschule mit Waisenheim liegt in Bwembe direkt am Viktoriasee, mehrere Autostunden vom Lake-Mburo-Nationalpark entfernt. Der Park gehört für uns trotzdem ins Glossar, weil viele Unterstützer und Uganda-Reisende ihn von Safari-Routen kennen – und weil er gut zeigt, wie eng in Uganda Naturschutz, Landnutzung und die Lebensgrundlagen der Menschen zusammenhängen. Dieselbe Verbindung erleben wir vor Ort täglich: Unsere über 270 Kinder werden zu einem großen Teil von eigenen Feldern mit Mais, Süßkartoffeln, Cassava und Bananen versorgt.
Der Lake-Mburo-Nationalpark im Überblick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Lage | Westen Ugandas, zwischen Masaka und Mbarara, ca. 240 km von Kampala |
| Fläche | ca. 370 km² – kleinster Savannenpark des Landes |
| Gründung | 1983 zum Nationalpark erklärt |
| Typische Tiere | Zebras, Impalas, Elenantilopen, Büffel, Flusspferde, Giraffen |
| Besonderheit | Keine Löwen/Elefanten – Wander-, Reit- und Fahrradsafaris möglich |
| Vogelarten | über 300, darunter der Schuhschnabel |
FAQ – Häufig gestellte Fragen
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wo liegt der Lake-Mburo-Nationalpark? | Im Westen Ugandas zwischen Masaka und Mbarara, direkt an der Hauptstraße von Kampala in den Südwesten – rund 240 km bzw. 3,5 bis 4 Autostunden von der Hauptstadt entfernt. |
| Welche Tiere leben im Lake-Mburo-Nationalpark? | Vor allem Zebras, Impalas, Elenantilopen, Büffel, Warzenschweine, Flusspferde, Krokodile und Giraffen – dazu über 300 Vogelarten. Löwen und Elefanten gibt es hier nicht. |
| Warum ist der Park bei Reisenden so beliebt? | Er ist der am leichtesten erreichbare Nationalpark Ugandas und erlaubt Aktivitäten wie Wander-, Reit- und Fahrradsafaris, die in Parks mit Löwen nicht möglich wären. |
| Wie groß ist der Lake-Mburo-Nationalpark? | Mit rund 370 km² ist er der kleinste Savannen-Nationalpark Ugandas – etwa ein Zehntel der Fläche des Murchison-Falls-Nationalparks. |
| Wann ist die beste Reisezeit für den Park? | In den Trockenzeiten von Juni bis August und Dezember bis Februar sind die Wege gut befahrbar und die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen. |
| Profitieren die Menschen vor Ort vom Nationalpark? | Ja: 20 Prozent der Eintrittsgelder gehen an die Nachbargemeinden, und viele Ranger, Guides und Lodge-Mitarbeiter kommen aus der Region. |
Lesetipps
Uganda nicht nur als Safari-Ziel kennenlernen?
Ein paar Autostunden östlich des Lake-Mburo-Nationalparks, am Viktoriasee, betreiben wir eine Ganztagesschule mit Waisenheim für über 270 Kinder – zu 100 % ehrenamtlich aus Österreich. Schauen Sie gerne, was dort entstanden ist.
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