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Glossar zu Uganda

Kidepo-Valley-Nationalpark

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Kurz erklärt: Der Kidepo-Valley-Nationalpark ist Ugandas abgelegenster Nationalpark – rund 1.440 km² unberührte Savanne im äußersten Nordosten, in der Karamoja-Region an der Grenze zum Südsudan und zu Kenia. Er gilt als einer der ursprünglichsten Parks Afrikas und beherbergt Tiere, die es sonst nirgends in Uganda gibt, etwa Strauße und Geparde.

Was ist der Kidepo-Valley-Nationalpark?

Der Kidepo-Valley-Nationalpark wurde 1962 gegründet – im selben Jahr, in dem Uganda seine Unabhängigkeit erlangte. Mit rund 1.442 km² Fläche liegt er im Distrikt Kaabong in der Karamoja-Region, etwa 700 Kilometer und gut zehn Fahrstunden von der Hauptstadt Kampala entfernt. Genau diese Abgeschiedenheit macht ihn besonders: Während die bekannteren Parks im Westen des Landes viele Besucher empfangen, sehen manche Reisende im Kidepo tagelang kaum ein anderes Fahrzeug.

Der Park besteht aus zwei Flusstälern: dem Narus-Tal im Südwesten, das fast das ganze Jahr Wasser führt und deshalb die meisten Tiere anzieht, und dem trockeneren Kidepo-Tal im Nordosten, das dem Park seinen Namen gibt. Umrahmt wird die Savannenlandschaft von Bergketten wie dem Mount Morungole (2.750 m), an dessen Hängen das kleine Volk der Ik lebt. Reisemagazine wie CNN Travel zählten Kidepo mehrfach zu den schönsten Wildnisgebieten Afrikas.

Tierwelt und Landschaft: Was den Park einzigartig macht

Kidepo beherbergt rund 77 Säugetierarten und über 475 Vogelarten – mehr Raubtierarten als jeder andere Park Ugandas. Löwen, Elefanten, Büffelherden mit teils tausenden Tieren, Giraffen, Leoparden und Tüpfelhyänen sind hier zu Hause. Einzigartig für Uganda: Nur im Kidepo leben wilde Strauße und Geparde, dazu seltene Arten wie Karakal und Löffelhund, die aus den trockenen Regionen Ostafrikas stammen. Wer sich für die gefiederte Vielfalt interessiert, findet mehr dazu im Beitrag über die Vogelwelt Ugandas.

Das Klima ist halbtrocken – deutlich trockener als am Viktoriasee im Süden. In der Trockenzeit (etwa September bis März) sammeln sich die Tiere an den letzten Wasserstellen im Narus-Tal, was diese Monate zur besten Safari-Zeit macht.

Bedeutung für die Region Karamoja

Karamoja ist eine der ärmsten Regionen Ugandas, geprägt von Dürren und traditioneller Viehwirtschaft der Karimojong. Der Park wird von der ugandischen Naturschutzbehörde UWA (Uganda Wildlife Authority) verwaltet; ein Teil der Eintrittsgelder fließt per Gesetz an die umliegenden Gemeinden zurück. Tourismus schafft Arbeitsplätze als Ranger, Guides oder in Lodges – in einer Region mit sonst sehr wenigen Erwerbsmöglichkeiten. Gleichzeitig bleibt die Balance heikel: Weideland, Wasserstellen und Schutzgebiet konkurrieren miteinander, weshalb die UWA eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenarbeitet, um Konflikte zwischen Mensch und Wildtier zu entschärfen.

Kidepo im Überblick

Aspekt Fakten
Lage Äußerster Nordosten Ugandas (Karamoja, Distrikt Kaabong), Grenze zu Südsudan und Kenia
Fläche / Gründung ca. 1.442 km², Nationalpark seit 1962
Landschaft Savanne in zwei Flusstälern (Narus und Kidepo), umgeben von Bergen bis 2.750 m
Tierwelt ca. 77 Säugetier- und über 475 Vogelarten; Strauße und Geparde nur hier in Uganda
Anreise ca. 10–12 Std. Fahrt ab Kampala oder Charterflug; abgelegenster Park des Landes
Beste Reisezeit Trockenzeit ca. September–März, wenn sich die Tiere im Narus-Tal sammeln

Einordnung aus unserer Vereinsarbeit

Ehrlich gesagt: Unsere eigene Arbeit spielt sich am anderen Ende Ugandas ab. Die Ganztagesschule und das Waisenheim von Get It Done liegen in Bwembe direkt am Viktoriasee – von dort sind es viele hundert Kilometer bis nach Kidepo. Der Park gehört also nicht zu unserem Alltag. Er zeigt aber gut, wie unterschiedlich Uganda ist: Während es an unserem fruchtbaren Standort am See zwei Regenzeiten gibt und auf unseren Feldern Mais, Süßkartoffeln, Cassava und Bananen wachsen, kämpfen die Menschen im trockenen Karamoja regelmäßig mit Dürre und Ernteausfällen. Wer Ugandas Vielfalt verstehen will, sollte beide Gesichter des Landes kennen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Frage Antwort
Wo liegt der Kidepo-Valley-Nationalpark? Im äußersten Nordosten Ugandas in der Region Karamoja, an der Grenze zum Südsudan und zu Kenia – rund 700 km von Kampala entfernt.
Welche Tiere leben im Kidepo-Valley-Nationalpark? Löwen, Elefanten, Büffel, Giraffen, Leoparden und über 475 Vogelarten; Strauße und Geparde gibt es in Uganda nur hier.
Wie groß ist der Kidepo-Valley-Nationalpark? Der Park umfasst rund 1.442 Quadratkilometer und besteht aus den beiden Flusstälern Narus und Kidepo.
Wie kommt man zum Kidepo-Valley-Nationalpark? Per Auto in etwa 10–12 Stunden ab Kampala oder deutlich schneller mit einem Charterflug; Kidepo ist der abgelegenste Nationalpark Ugandas.
Wann ist die beste Reisezeit für Kidepo? Die Trockenzeit von etwa September bis März – dann sammeln sich die Tiere an den Wasserstellen im Narus-Tal.
Warum gilt Kidepo als besonders ursprünglich? Wegen seiner Abgeschiedenheit kommen nur wenige Besucher; die Savannenlandschaft ist kaum erschlossen und wirkt weitgehend unberührt.

Uganda von einer anderen Seite kennenlernen

Kidepo zeigt Ugandas wilde Natur – wir zeigen Ihnen den Alltag: In Bwembe am Viktoriasee betreiben wir eine Ganztagesschule mit Waisenheim für über 270 Kinder, komplett ehrenamtlich aus Österreich organisiert.

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