Rwenzori-Gebirge
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Kurz erklärt: Das Rwenzori-Gebirge ist die höchste Bergkette Ugandas im Westen des Landes, an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Sein höchster Gipfel, die Margherita-Spitze auf dem Mount Stanley, ist mit 5.109 Metern der dritthöchste Punkt Afrikas – und trotz Äquatorlage tragen die Gipfel Gletscher. Seit 1994 ist das Gebirge UNESCO-Weltnaturerbe.
Was ist das Rwenzori-Gebirge?
Das Rwenzori-Gebirge – schon in der Antike als „Mondberge“ beschrieben – erstreckt sich über rund 120 Kilometer Länge und bis zu 65 Kilometer Breite entlang der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Anders als viele ostafrikanische Berge wie der Kilimandscharo ist es kein Vulkan, sondern ein durch tektonische Hebung entstandenes Grundgebirge im westlichen Arm des Ostafrikanischen Grabens. Der ugandische Teil ist seit 1991 als Rwenzori-Mountains-Nationalpark geschützt und wurde 1994 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.
Berühmt ist das Gebirge für seine außergewöhnliche Vegetation: Auf dem Weg von den Ausläufern bei Kasese bis zu den Gipfeln durchquert man tropischen Bergregenwald, Bambuszonen, Heidewälder mit baumhohen Riesenlobelien und Riesensenezien – und schließlich die vergletscherte Gipfelregion. Diese Gletscher am Äquator gehören zu den letzten Afrikas, schrumpfen durch den Klimawandel aber rapide.
Warum das Gebirge für Uganda so wichtig ist
Das Rwenzori-Gebirge ist einer der zuverlässigsten Wasserspeicher der Region. Seine Wälder und Moore fangen die reichlichen Niederschläge auf – an den Hängen fallen teils über 2.500 mm pro Jahr – und geben das Wasser langsam an Flüsse ab, die unter anderem in den Eduard- und den Albertsee und damit ins System des Nil fließen. Für die dicht besiedelten Distrikte am Fuß des Gebirges bedeutet das Trinkwasser, Bewässerung und fruchtbare Böden.
Leben am Fuß der Berge
Die Hänge werden vor allem vom Volk der Bakonzo bewohnt, die dort Kaffee, Bananen und Gemüse anbauen. Der Bergtourismus – mehrtägige Trekkingtouren zur Margherita-Spitze oder kürzere Routen durch die Nebelwälder – ist eine wichtige Einkommensquelle für Träger, Guides und Unterkünfte rund um Kasese und Fort Portal.
Herausforderungen
Bevölkerungswachstum erhöht den Druck auf die Waldränder: Rodung für Felder und Brennholz begünstigt Erosion und Erdrutsche an den steilen Hängen. Dazu kommen die schwindenden Gletscher – Forscher rechnen damit, dass das Eis in den kommenden Jahrzehnten ganz verschwinden könnte. Der Nationalparkstatus und gemeindebasierte Tourismusprojekte sollen helfen, Schutz und Lebensgrundlagen in Einklang zu bringen.
Das Rwenzori-Gebirge im Überblick
| Aspekt | Fakten |
|---|---|
| Lage | Westen Ugandas, Grenze zur DR Kongo; nächste Städte Kasese und Fort Portal |
| Höchster Gipfel | Margherita-Spitze (Mount Stanley), 5.109 m – dritthöchster Punkt Afrikas |
| Ausdehnung | ca. 120 km lang, bis 65 km breit |
| Entstehung | Kein Vulkan: gehobenes Grundgebirge im Ostafrikanischen Graben |
| Schutzstatus | Nationalpark seit 1991, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1994 |
| Besonderheit | Gletscher am Äquator, Riesenlobelien und Riesensenezien, „Mondberge“ |
So ordnen wir es bei Get It Done ein
Unser eigenes Projektgebiet liegt am anderen Ende Ugandas: Die Ganztagesschule und das Waisenheim von Get It Done stehen in Bwembe direkt am Viktoriasee – vom Rwenzori-Gebirge sind das mehrere hundert Kilometer. Wir führen dort keine Projekte durch. Was uns das Gebirge trotzdem immer wieder vor Augen führt: Wie sehr das Leben in Uganda vom Wasser abhängt. Auch bei uns in Bwembe war sauberes Wasser lange das Nadelöhr, bis wir 2024 einen 30 Meter tiefen Trinkwasserbrunnen für über 270 Kinder bohren konnten.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wo liegt das Rwenzori-Gebirge? | Im Westen Ugandas an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, zwischen den Städten Kasese und Fort Portal. |
| Wie hoch ist das Rwenzori-Gebirge? | Der höchste Gipfel ist die Margherita-Spitze auf dem Mount Stanley mit 5.109 Metern – nach Kilimandscharo und Mount Kenya der dritthöchste Punkt Afrikas. |
| Gibt es im Rwenzori-Gebirge wirklich Gletscher? | Ja, trotz Äquatorlage tragen die höchsten Gipfel Gletscher – sie schrumpfen durch den Klimawandel jedoch stark und könnten in wenigen Jahrzehnten verschwinden. |
| Warum heißt das Rwenzori-Gebirge „Mondberge“? | Schon der antike Geograf Ptolemäus beschrieb schneebedeckte „Mondberge“ als Quelle des Nils – heute wird diese Beschreibung meist auf das Rwenzori-Gebirge bezogen. |
| Kann man das Rwenzori-Gebirge besteigen? | Ja, geführte Trekkingtouren dauern meist 7–10 Tage; für die Margherita-Spitze sind Bergerfahrung und Ausrüstung für Eis nötig. |
| Ist das Rwenzori-Gebirge ein Vulkan? | Nein, es ist ein durch tektonische Hebung entstandenes Grundgebirge – anders als der vulkanische Mount Elgon im Osten Ugandas. |
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Während die Mondberge Touristen anziehen, entsteht am Viktoriasee Schritt für Schritt unser Schul- und Waisenheim-Projekt in Bwembe. Wenn Sie sehen möchten, was dort seit 2022 gewachsen ist, schauen Sie gerne vorbei.
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