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Glossar zu Uganda

Kasese

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Kurz erklärt: Kasese ist eine Stadt und ein gleichnamiger Distrikt im Westen Ugandas, direkt am Fuß des Rwenzori-Gebirges und nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Die Stadt mit gut 100.000 Einwohnern ist Ausgangspunkt für Rwenzori-Trekking und den Queen-Elizabeth-Nationalpark – und zugleich eine Region mit großen sozialen Herausforderungen.

Was ist Kasese? Lage und Bedeutung

Kasese liegt rund 350 Kilometer westlich von Kampala, eingebettet zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Rwenzori-Gebirges im Westen und den Savannen des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Distrikts Kasese, in dem etwa 700.000 bis 800.000 Menschen leben – die Mehrheit gehört zum Volk der Bakonzo, das traditionell an den Berghängen des Rwenzori siedelt.

Wirtschaftlich prägte lange der Bergbau die Region: In Kilembe, wenige Kilometer außerhalb der Stadt, wurde ab den 1950er-Jahren Kupfer abgebaut. Die Mine machte Kasese zeitweise zu einem der wichtigsten Industriestandorte Ugandas, wurde aber in den 1970er-Jahren weitgehend stillgelegt. Heute leben die meisten Menschen von Landwirtschaft – angebaut werden unter anderem Baumwolle, Kaffee, Mais und Bananen – sowie zunehmend vom Tourismus.

Herausforderungen: Zwischen Naturgewalten und Armut

Die Lage am Gebirge ist Segen und Risiko zugleich. Die Flüsse aus dem Rwenzori bewässern fruchtbare Felder, treten aber in der Regenzeit immer wieder über die Ufer: 2020 zerstörten schwere Überschwemmungen des Flusses Nyamwamba Teile der Stadt, tausende Familien verloren ihr Zuhause. Dazu kommen typische Probleme ländlicher Regionen Ugandas – hohe Schulabbrecherquoten, weite Wege zu Gesundheitsstationen und eine junge, schnell wachsende Bevölkerung, für die Arbeitsplätze fehlen.

Gleichzeitig gehört die Region zu den artenreichsten des Landes: Der Rwenzori-Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe, im nahen Queen-Elizabeth-Nationalpark leben Elefanten, Löwen und Flusspferde. Naturschutz und die Bedürfnisse der wachsenden Bevölkerung müssen hier ständig ausbalanciert werden.

Kasese im Überblick

Aspekt Kurzbeschreibung Bedeutung
Lage Westuganda, am Fuß des Rwenzori, nahe DR Kongo Tor zu zwei Nationalparks, Grenzhandel
Einwohner Stadt gut 100.000, Distrikt ca. 700.000–800.000 Überwiegend Bakonzo, sehr junge Bevölkerung
Wirtschaft Landwirtschaft (Baumwolle, Kaffee, Mais), Tourismus Frühere Kupfermine Kilembe stillgelegt
Natur Rwenzori-Nationalpark (UNESCO), Queen-Elizabeth-NP Trekking-Ausgangspunkt, hohe Biodiversität
Risiken Überschwemmungen (z. B. Nyamwamba 2020) Wiederkehrende Zerstörung von Häusern und Feldern
Bildung Viele ländliche Schulen, hohe Abbrecherquoten Weite Schulwege in den Bergregionen

Und was hat Kasese mit Get It Done zu tun?

Ehrlich gesagt: geografisch wenig. Unsere Ganztagesschule mit Waisenheim liegt in Bwembe am Viktoriasee – quer durchs Land, mehrere Fahrstunden von Kasese entfernt. Die Herausforderungen, die wir dort bei über 270 Kindern täglich erleben, ähneln aber denen im Distrikt Kasese: fehlender Zugang zu sauberem Wasser (bei uns gelöst durch einen 30 Meter tiefen Brunnen, gebohrt 2024), Ernährungssicherheit durch eigene Felder und die Frage, wie Kinder trotz Armut regelmäßig zur Schule gehen können. Wer verstehen will, wie Entwicklungsarbeit im ländlichen Uganda konkret aussieht, findet in Kasese und Bwembe dieselben Grundthemen – nur vor unterschiedlicher Kulisse.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Frage Antwort
Wo liegt Kasese in Uganda? Kasese liegt im Westen Ugandas am Fuß des Rwenzori-Gebirges, rund 350 km von Kampala und nahe der Grenze zur DR Kongo.
Wie viele Einwohner hat Kasese? Die Stadt Kasese hat gut 100.000 Einwohner, im gesamten Distrikt leben etwa 700.000 bis 800.000 Menschen.
Wofür ist Kasese bekannt? Als Ausgangspunkt für Trekkingtouren ins Rwenzori-Gebirge, als Tor zum Queen-Elizabeth-Nationalpark und für die frühere Kupfermine Kilembe.
Welche Volksgruppe lebt in Kasese? Die Mehrheit gehört zu den Bakonzo, die traditionell an den Hängen des Rwenzori-Gebirges siedeln und Landwirtschaft betreiben.
Welche Probleme gibt es in Kasese? Wiederkehrende Überschwemmungen, Armut, hohe Schulabbrecherquoten und fehlende Arbeitsplätze für die junge Bevölkerung.
Lohnt sich Kasese für eine Uganda-Reise? Ja – die Stadt ist der praktischste Ausgangspunkt für Rwenzori-Trekking und Safaris im Queen-Elizabeth-Nationalpark.

Uganda nicht nur im Glossar kennenlernen

Was Begriffe wie Kasese greifbar macht, ist der Alltag dahinter. In unserer Ganztagesschule am Viktoriasee erleben über 270 Kinder täglich, wie Bildung, sauberes Wasser und eigene Felder ihr Leben verändern.

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